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Operationen sinnvoll miteinander kombinieren
Wenn ohnehin mehrere operative Eingriffe geplant sind, stellt sich häufig die Frage, ob sie in einer gemeinsamen Operation und Narkose durchgeführt werden können. Das kann in geeigneten Fällen sinnvoll sein – aber nicht alles, was technisch kombinierbar wäre, sollte auch miteinander kombiniert werden.
Wann kann eine Kombination sinnvoll sein?
Entscheidend sind Art und Dauer der einzelnen Eingriffe, Operationsregionen, Narkosebelastung, Infektionsrisiko, Begleiterkrankungen und die zu erwartende Erholung nach der Operation. Wir prüfen deshalb individuell, ob eine gemeinsame Operation tatsächlich einen Vorteil bietet.
Mehrere Lipome in einer Operation
Bei Patienten mit mehreren Lipomen können häufig mehrere Knoten in einem Eingriff entfernt werden. Bei sehr vielen Lipomen oder ungünstig verteilten Operationsregionen kann dagegen eine Aufteilung auf mehrere Termine schonender sein.
Leistenbruchoperation und Vasektomie
Eine besondere Kombination ist bei geeigneten Männern die laparoskopische Leistenbruchoperation zusammen mit einer Vasektomie. Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, kann der Samenleiter während der ohnehin geplanten laparoskopischen Operation von innen erreicht werden.
Für die Vasektomie ist dadurch kein zusätzlicher Hautschnitt am Hodensack erforderlich. Die für die Leistenbruchoperation notwendigen kleinen Hautzugänge bleiben selbstverständlich bestehen.
Eine Narkose ist nicht automatisch besser als zwei
Eine gemeinsame Narkose kann praktisch und medizinisch sinnvoll sein. Wird eine Operation dadurch jedoch unnötig lang oder entstehen ungünstige Kombinationen hinsichtlich Wundheilung, Infektionsrisiko oder Nachbehandlung, kann eine Aufteilung die bessere Lösung sein.
Schonende Chirurgie bedeutet auch hier, nicht möglichst viel in einer Sitzung zu erledigen, sondern die medizinisch sinnvollste Kombination zu wählen.