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Nabelbruch – Nabelhernie

Ein Nabelbruch (Nabelhernie) entsteht durch eine Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Bauchnabels. Dadurch können sich Bauchfell oder Gewebe aus dem Bauchraum nach außen vorwölben. Typisch ist eine sicht- oder tastbare Vorwölbung am Nabel, die beim Husten, Pressen oder körperlicher Belastung deutlicher werden kann.

Nabelbrüche können sehr klein und nahezu beschwerdefrei sein, aber auch Druckgefühl, Ziehen oder Schmerzen verursachen. Größe und Beschwerden können sich im Laufe der Zeit verändern.

Muss ein Nabelbruch immer operiert werden?

Nicht jeder kleine und beschwerdefreie Nabelbruch bei Erwachsenen muss sofort operiert werden. Bei geeigneten Befunden kann zunächst eine Beobachtung sinnvoll sein. Treten Beschwerden auf, nimmt der Bruch an Größe zu oder besteht aufgrund des Befundes ein erhöhtes Risiko für Probleme, kann eine operative Versorgung sinnvoll werden.

Die Entscheidung treffen wir nach Untersuchung und persönlicher Beratung. Dabei berücksichtigen wir insbesondere die Größe der Bruchlücke, die Beschaffenheit der Bauchwand, Ihre Beschwerden, körperliche Belastungen und gegebenenfalls bereits vorausgegangene Operationen.

Wie wird ein Nabelbruch operiert?

Für die Operation eines Nabelbruches gibt es unterschiedliche Verfahren. Welche Methode geeignet ist, hängt wesentlich von der Größe und Beschaffenheit des Bruches ab.

Direkte Naht bei kleinen Nabelbrüchen

Bei einem kleinen und dafür geeigneten Nabelbruch kann die Bruchlücke direkt mit einer Naht verschlossen werden. Der Zugang erfolgt dabei unmittelbar im Bereich des Nabels. Gerade bei kleinen Befunden kann dies eine sehr gewebeschonende Lösung sein.

Stabilisierung mit einem Netz

Bei größeren Bruchlücken oder einer Befundkonstellation mit erhöhtem Wiederholungsrisiko kann eine Verstärkung der Bauchwand mit einem Herniennetz sinnvoll sein. Das Netz soll die Belastung auf das Gewebe verteilen und die Bauchwand dauerhaft stabilisieren.

Ob eine Netzversorgung erforderlich ist, lässt sich deshalb nicht allein aus der Diagnose „Nabelbruch“ ableiten. Wir entscheiden dies anhand des individuellen Befundes und besprechen die geplante Versorgung vor der Operation mit Ihnen.

Ist eine minimalinvasive Operation immer schonender?

Nein. Gerade bei einem kleinen Nabelbruch kann ein kurzer direkter Zugang am Nabel weniger aufwendig und gewebeschonender sein als eine Operation über mehrere laparoskopische Zugänge.

Schonende Chirurgie bedeutet für uns, den zur Größe und Art des Nabelbruches passenden Eingriff zu wählen – nicht automatisch das technisch aufwendigste oder das Verfahren mit den kleinsten einzelnen Hautschnitten.

Was ist eine Rektusdiastase?

Eine Vorwölbung in der Mittellinie des Bauches kann zusätzlich oder anstelle eines Nabelbruches durch eine Rektusdiastase entstehen. Dabei stehen die geraden Bauchmuskeln weiter auseinander, ohne dass zwingend eine echte Bruchlücke vorliegt.

Nabelbruch und Rektusdiastase können auch gemeinsam auftreten. Die Unterscheidung ist für die Beratung und gegebenenfalls für die Planung einer Operation wichtig.

Wann sollte ein Nabelbruch dringend untersucht werden?

Plötzlich starke Schmerzen, eine harte oder nicht mehr zurückweichende Vorwölbung sowie Übelkeit oder Erbrechen können auf eine Einklemmung hindeuten. Ein solcher Befund sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden. Bei ausgeprägten akuten Beschwerden ist eine unmittelbare Vorstellung in einer geeigneten Notfallversorgung erforderlich.

Nabelbruch-Behandlung bei MARE MED

Wir untersuchen und behandeln Nabelbrüche in Kiel und Kronshagen. Unser Ziel ist eine Versorgung, die zur tatsächlichen Größe und Beschaffenheit des Bruches passt. Bei einem kleinen Nabelbruch kann dies eine direkte Naht sein; bei anderen Befunden kann eine Netzverstärkung die sinnvollere Lösung darstellen.