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Materialentfernung nach Knochenbruchoperationen
Nach einer operativen Knochenbruchbehandlung verbleiben häufig Platten, Schrauben oder andere Implantate im Körper. Diese müssen nach abgeschlossener Knochenheilung nicht automatisch entfernt werden.
Wann ist eine Materialentfernung sinnvoll?
Eine Entfernung kann beispielsweise erwogen werden, wenn Implantate mechanisch stören, unter der Haut deutlich hervortreten, Bewegungen beeinträchtigen oder lokale Beschwerden verursachen. Auch Lage des Materials, Alter, Aktivität und die ursprüngliche Verletzung spielen bei der Entscheidung eine Rolle.
Muss Metall nach einer bestimmten Zeit heraus?
Nein. Es gibt keinen für alle Implantate und Patienten gleichermaßen gültigen Zeitpunkt. Zunächst muss der Knochen ausreichend stabil verheilt sein. Bei beschwerdefreiem Material kann es je nach Situation sinnvoll sein, es dauerhaft zu belassen.
Wie läuft die Materialentfernung ab?
Art und Umfang des Eingriffs hängen von Lage und Art des Implantats ab. Häufig kann die vorhandene Narbe erneut genutzt werden. Vor der Operation prüfen wir anhand der vorhandenen Unterlagen und Röntgenbilder, welches Material eingebracht wurde und ob eine Entfernung technisch und medizinisch sinnvoll ist.
Auch eine Materialentfernung ist eine Operation
Die Entfernung erscheint häufig kleiner als die ursprüngliche Knochenbruchoperation, ist aber dennoch ein eigenständiger Eingriff mit möglichen Risiken. Deshalb wägen wir den erwartbaren Nutzen gegen Operations- und Wundrisiken ab. Material wird nicht allein deshalb entfernt, weil es vorhanden ist.