Team der MARE MED Chirurgie Gunstmann
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Eingewachsener Zehennagel – Unguis incarnatus

Ein eingewachsener Zehennagel (Unguis incarnatus, Onychocryptosis) entsteht, wenn ein seitlicher Nagelrand in den Nagelwall drückt. Schmerzen, Rötung und Schwellung sind typisch; bei längerem Verlauf können Entzündung und überschießendes Granulationsgewebe („wildes Fleisch“) hinzukommen.

Muss der ganze Nagel entfernt werden?

In aller Regel nicht. Unser Ziel ist nicht, den Nagel zu entfernen, sondern das Einwachsen dauerhaft zu verhindern und möglichst viel gesunden Nagel zu erhalten.

Phenolisation der Nagelmatrix

Bei uns erfolgt die Behandlung überwiegend durch eine gezielte Entfernung des eingewachsenen seitlichen Nagelanteils mit anschließender Phenolisation des entsprechenden Matrixanteils. Dadurch soll genau der schmale Nagelabschnitt, der immer wieder einwächst, dauerhaft am Nachwachsen gehindert werden.

Der übrige Nagel und die gesunden Strukturen bleiben möglichst erhalten. Vorhandenes störendes Granulationsgewebe wird bei Bedarf mitbehandelt.

Matrixhornresektion

Je nach Befund kann alternativ eine gezielte operative Entfernung des betreffenden Matrixhorns sinnvoll sein. Auch hierbei geht es darum, nur den problematischen seitlichen Anteil dauerhaft auszuschalten und den Nagel möglichst weitgehend zu erhalten.

Und die klassische Emmert-Plastik?

Großzügigere Keilexzisionen, wie sie traditionell durchgeführt wurden, sind bei unserem heutigen Vorgehen nur noch sehr selten erforderlich. Moderne gewebeschonende Verfahren ermöglichen bei vielen Befunden eine wesentlich gezieltere Behandlung.

Schonende Behandlung mit möglichst natürlichem Ergebnis

Wir möchten den schmerzhaften Nagelrand dauerhaft beseitigen, ohne unnötig viel Nagel oder umliegendes Gewebe zu entfernen. Ein möglichst natürlicher verbleibender Nagel und eine gute funktionelle und kosmetische Abheilung gehören für uns zusammen.