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Coccygodynie – chronische Schmerzen am Steißbein

Coccygodynie (Kokzygodynie) bezeichnet Schmerzen im Bereich des Steißbeins. Besonders das Sitzen auf harten Flächen, längeres Autofahren oder Aufstehen aus dem Sitzen kann erheblich schmerzhaft sein. Bei ausgeprägten Beschwerden können Arbeit, Reisen, Sport und selbst gemeinsame Mahlzeiten deutlich beeinträchtigt werden.

Woher kommen Steißbeinschmerzen?

Beschwerden können nach einem Sturz oder einer anderen Verletzung entstehen, aber auch ohne erinnerliches Trauma. Veränderungen der Beweglichkeit einzelner Steißbeinsegmente, Fehlstellungen oder lokale Reizzustände können eine Rolle spielen. Nicht jeder Schmerz in dieser Region geht jedoch tatsächlich vom Steißbein selbst aus.

Wie wird eine Coccygodynie untersucht?

Eine sorgfältige Anamnese und gezielte Untersuchung sind besonders wichtig. Vor einer Operationsentscheidung muss möglichst plausibel sein, dass das Steißbein selbst die wesentliche Schmerzquelle darstellt und andere Ursachen berücksichtigt wurden.

Muss eine Coccygodynie operiert werden?

Nein. Je nach Befund stehen zunächst konservative Behandlungsmöglichkeiten im Vordergrund. Eine Operation kommt erst bei ausgewählten Patienten mit anhaltenden, erheblichen Beschwerden und einem nachvollziehbaren Zusammenhang mit dem Steißbein infrage.

Operative Teilentfernung des Steißbeins

Bei sorgfältig ausgewählten Patienten kann der schmerzverursachende Anteil des Steißbeins operativ entfernt werden. Dabei muss nicht automatisch das gesamte Steißbein entfernt werden. Unser Ziel ist, gezielt den krankhaft veränderten beziehungsweise schmerzverursachenden Abschnitt zu behandeln und nur so viel Gewebe zu entfernen, wie medizinisch erforderlich ist.

Besonderheiten der Wundheilung

Die Operationsregion liegt in einer mechanisch und hygienisch anspruchsvollen Körperregion. Wundheilungsstörungen und Infektionen gehören deshalb zu den Risiken, die vor einem Eingriff ausdrücklich besprochen werden müssen.

Entferntes Gewebe wird feingeweblich untersucht. Auch hier gilt unser Grundsatz: Was wir entfernen, lassen wir auch untersuchen.